Im Wandel Teil 50

Im Wandel Teil 50

Micha und Anna lachen sich immer noch über Sodom und Gomorrha kaputt. >>Wenn ihr tatsächlich nicht dagewesen wärt, hättet ihr nur gedacht, dass wir Mist gebaut haben. Aber…… Ihr wisst ja jetzt Bescheid. Sodom und Gomorrha passiert Typen wie euch genauso <<, Micha lacht laut. Vielleicht denkt er auch an die Party, die er mit siebzehn, als die Eltern im Urlaub waren, gefeiert hatte. Die Fliesen im Bad klebten noch tagelang von dem ausgeschütteten Bier und das, wo er nicht einmal etwas getrunken hatte.

Während alle noch lachen, stehen sich Klara, Karl, Deliana und Theodor endlich wieder gegenüber. Vier Wochen sind nun vergangen, seit ihre Körper vertauscht wurden und es fühlt sich seltsam an, sich praktisch ins eigene Gesicht zu schauen. Ohne viele Worte fallen sie sich in die Arme. Samuel hat einen Arm um Quentin und den anderen um Gonzo gelegt. Anna, Micha und Jenni holen aus der Küche Wasser und Gläser.

Und dann wird Samuel bedrängt zu erklären, was denn nun eigentlich passiert war. Warum waren die Tore offen und so leicht zu durchschreiten? Warum wusste das keiner? Warum hatten Elfen und Menschen ihre Körper vertauscht?

Samuel erklärt zumindest die Teile, die er nun kennt und verstanden hat:

>>Als damals die Tore geschlossen wurden, wusste nur Mauguri genau, was er tat. Er hat Zauberbücher und die Torbücher eingesammelt. Alles im Namen des Rates. Keiner ist misstrauisch geworden. Die Zwillingswelten brauchen einander und sie kranken tatsächlich daran, dass kein Austausch stattgefunden hat. Meine Erklärung dafür ist, dass Mauguri beide Welten schwächen möchte. Das hätte er bestimmt noch weit länger betrieben, doch die Angst vor der Lethariuswüste hat uns, vor allem mich, wachsam werden lassen. Was auch immer er vorhat, jetzt muss er sich wohl beeilen und wir müssen versuchen herauszubekommen, was er im Schilde führt. Fred meldet große Ansammlungen von Soldaten um die Burg Klarox. Er sagt auch, dass sehr viele, ziemlich seltsame Typen darunter sind. Auch sehr viele Menschen. Mauguri besitzt die meisten Torbücher. Wir wissen jetzt zwar, dass wir einfach durch die Tore gehen können, wir wissen aber nicht, wo die meisten Tore liegen. Auch mit den Zauberbüchern sieht es nicht gut aus. Ein paar und sogar eines der großen habe ich retten können. Doch vieles vom alten Wissen ist verloren gegangen. Noch kann ich nichts mit Sicherheit sagen, aber ich schäme mich dafür, dass ich mir so dermaßen die Zügel aus der Hand habe nehmen lassen <<

>>Wir alle haben uns die Zügel aus der Hand nehmen lassen. Auch auf unserer Welt. Jeder von uns ist verantwortlich für sich und sein Umfeld und wir haben zugelassen, dass so vieles kaputt gegangen ist. Aus Desinteresse haben wir heute die erstaunlichsten Führungen. Doch letztendlich regiert nur die Gier nach Geld und Macht >>, Klara hat Karl´s Hand ergriffen.

>>Ich will nicht, dass alles kaputt geht. Ich will in Frieden leben und eine Zukunft haben. <<

>>Ich auch Anna und ich glaube, jeder von uns <<, Klara sieht zu ihrer Tochter hinüber. Die anderen nicken nur.

>>Was sollen wir denn jetzt tun? Wir alle wollen doch das gleiche <<, Quentin schaut in die Runde. Menschen und Teroianer sitzen da und überlegen.

Zuallererst möchten Klara und Deliana, Karl und Theodor wieder in ihren eigenen Körpern sein. Quentin kann ihnen immer noch nicht sagen, wie er das hinbekommen hat und darum auch nicht, wie er es wieder rückgängig machen kann. Aber er verspricht, alles Elfen mögliche zu versuchen und wird auch gleich damit anfangen.

>>Wenn wir uns immer noch nicht zurück verwandeln können, möchte ich, dass Theodor morgen in meine Firma geht. Ich muss mich dort sehen lassen. Ich stecke ihm ein Mikrofon ins Ohr und er soll auch nur mit meinem Chef sprechen. Vorher gehen wir zum Arzt. Der muss bei mir einen Burnout feststellen, denn ich brauche dringend eine Krankschreibung <<, Karl hat sich wie immer alles ganz genau überlegt. Nach einer Woche Verwandlung, hat er sich im Internet schon ein Spionage Headset gekauft. Außerdem weiß er nun fast alles über das Burnout Syndrom. Er hatte sich vorgenommen, aus dieser Nummer einigermaßen heil heraus zukommen. Und das würde er auch. Als er aufblickt, sieht er in Klaras Augen. Und was er sieht, ist tiefstes Vertrauen und eine gute Portion Stolz auf ihren Mann.