Über mich gibt es eigentlich nicht viel zu sagen.

Ich habe einen schier unerschöpflichen Schrank voller Bastelmaterialien. Darin ist alles, was ich im Laufe der Jahre ausprobiert, gebaut, gemalt und geklebt habe. Papier, Karton, Filz und Stoffe. Die schönsten Perlen, Stifte und Farben. Wolle – habe ich die Wolle schon erwähnt?

Foto eines Bastelschrankes, aus dem all die Fantasie kommt

Für vieles war einfach keine Zeit. Sie ist zum entscheidenden Mangelfaktor in unserer heutigen Welt geworden. Keiner hat sie. Ich hatte sie auch nicht. Und so wanderten die Dinge, die Ideen und die Träume in diesen Schrank.

Wenn man aber all seine Träume weglegt, wenn man gar nicht mehr an seine Ideen glaubt … wird man krank.

Das war der Wendepunkt. Ich habe die Schranktüren wieder aufgemacht und bin teilweise sehr überrascht über den Inhalt. Und was man alles damit machen kann. Und das mache ich jetzt. Einfach so.

Vor ein paar Jahren bin ich Oma geworden. Vielleicht hat auch das etwas verändert. Das Online-Bilderbuch der schwebenden Theater und alles, was mir noch so einfällt, ist deshalb nicht nur eine Sammlung kleiner Geschichten. Es ist auch ein Brief an mein Enkelchen.

Geliebter Enkel, schreibe ich hier also …Du kannst und darfst alles sein.Hör nie auf zu träumen.Gib nie auf.Und wenn die Hoffnung einmal müde wird, dann erinnere dich daran: Trotz ist die große Schwester der Hoffnung. Oder vielleicht ihr großer Bruder. Ganz sicher bin ich mir da nicht.Aber ich glaube, Trotz bleibt manchmal noch eine Weile stehen, wenn die Hoffnung schon gegangen ist.

Farin auf meiner Schulter

Und genau dann entstehen die schönsten Geschichten.

Viele Bewohner schneide ich aus Papier und füge sie in Karten ein, die in die ganze Welt verschickt werden. Das sind die schwebenden Theater. Doch hier auf der Website erzähle ich die Geschichten dazu und verbinde so das Digitale mit dem Analogen.

Und genau so ist dieses Projekt entstanden: aus der Freude am Erzählen und dem Wunsch, diese Welten mit Ihnen und euch zu teilen.

Die Bilder auf dieser Website entstehen aus meinen eigenen Ideen, Fotografien und Papierarbeiten. Bei einigen Illustrationen nutze ich zusätzlich künstliche Intelligenz als kreatives Werkzeug, um Stimmungen, Szenen und Fantasiewelten sichtbar zu machen.

Ich werde manchmal gefragt, ob ich Karten auf Wunsch anfertige.

Die Antwort lautet: Nein.

Nicht, weil ich keine Freude daran hätte, sondern weil meine Geschichten anders entstehen.

Sie kommen aus meinem magischen Bastelschrank.

Dort tauchen Figuren auf, erzählen mir ihre Abenteuer und manchmal bitten sie mich, ihnen eine Bühne zu bauen. Erst dann entsteht eine Karte.

Ich weiß vorher oft selbst nicht, wer als Nächstes aus dem Bastelschrank spaziert.

Und genau das möchte ich mir bewahren.

Ich wünsche viel Freude beim Anschauen.