Wenn eine Papierfigur anfängt, ein eigenes Leben zu haben….. Ist das wohl eine Geschichte. So will ich Euch also einfach die Geschichte von Farin erzählen. Und auch von all den anderen. Farin (und all die anderen) wohnt in meinem Bastelschrank, in dem sich ungeahnte Welten auftun. Wenn man nur genauer hinsieht.
Er ist der erste, den ich in meinem Schrank kennengelernt habe. Der Schrank ist….. sehr voll. So voll, dass ich immer überrascht bin, was sich da so im Laufe der Jahre angesammelt hat. Und dann sitzt da eines Tages ein kleiner, bunter Mann und sagt: >>Hallo<<.
Normalerweise rechnet man eher mit einer Spinne. Oder so. Und so tief hineingesehen habe ich an diesem Tag ja nur, weil ich etwas gesucht habe, das man auf etwas anderes kleben kann, damit das besser zusammen hält. Und hübsch aussieht.
>>Nimm doch das Papier dort, mit den vielen Blumen. Davon ist auch mein Anzug gemacht. Ist doch hübsch oder?<< Farin dreht sich einmal um sich selbst um mir seinen Anzug zu zeigen.
>>Ähm. Doch, das sieht sehr hübsch aus<<, sage ich und nehme das feste Papier in die Hand, um es mir genauer anzusehen.. Damit kann man arbeiten. Und es liegt auf einem ganzen Stapel buntem Papiers, das in den schönsten Farben bedruckt ist. Ich weiß noch, ich habe es damals gekauft, weil ich jemandem eine kleine Karte machen wollte. Und den ganzen Rest habe ich einfach in den Schrank gelegt.
>>Wilma fertigt die Kleidung für uns. Wilma Wunderlich. Du wirst sie sicher auch bald kennenlernen.<<, Farin nickt mir fröhlich zu.
Ich tippe mir nachdenklich an die Nase. >>Und ihr lebt hier? In meinem Schrank? Und ich habe Euch noch nie bemerkt? <<.
Farin nickt. >>Weißt du, zuerst war der Schrank nicht voll genug. Und eine ganze Weile hast Du nicht mehr hinein geschaut. Immer nur neue Sachen hast Du hinein gelegt. Nichts mehr heraus geholt. Und plötzlich war ich da. Und habe mich aufgemacht, eine Welt zu erkunden<<.
>>Und jetzt? Was machen wir denn jetzt? Soll ich all die Sachen herausholen und ordnen und vielleicht verkaufen?<<, bei diesem Gedanken wird mir ganz anders.
>>Mach doch einfach etwas daraus. Dafür waren sie ja einmal gedacht, die ganzen Sachen. Und vielleicht finden wir Menschen, denen wir eine Freude machen können. Dann könnten wir alle uns einmal die Welt ansehen. Die Welt, außerhalb vom Schrank.<<, Farin strahlt vor Freude.
Und so ist die Idee der „schwebenden Theater“ entstanden. Nur, weil mein Bastelschrank ein Eigenleben entwickelt hat und ich Farin kennenlernen durfte…. Und all die anderen.

Das also ist der Schrank, aus dem all die Figuren und Abenteuer kommen. Er steht, und das ist wirklich praktisch, in meinem Arbeitszimmer. Wir öffnen die Türen und es kommen uns die erstaunlichsten Figuren entgegen. Schöne Prinzessinnen oder schöne Prinzen zum Beispiel, die entgegen aller Erwartungen einfach nur durch die Welt reisen und jemanden glücklich machen wollen. Oder Fische, die schwimmen wollen. Auch in einem Theater. Meerjungfrauen, die keine Beine haben wollen. Wozu auch? Feen, die zaubern, auch wenn das nicht immer klappt. Hexen, die das auch versuchen. Aber zaubern ist gar nicht so einfach. Ach, wir können nun nicht alle aufzählen. „Dieses Online-Bilderbuch wird sich nach und nach füllen. Und was wir hoffen? Dass eines Tages eine kleine Papierfigur bei Dir einzieht, Dir zulächelt und Dein Herz ein wenig leichter macht.“