Krachkantikus - So geht es

Das Abendessen – Eine kleine Geschichte aus dem magischen Bastelschrank

In der Küche der Wuchholzkis ist es warm und gemütlich. Auf dem Esstisch steht ein großer Topf mit Eintopf. Sehr zur Freude aller schwimmen obenauf eine Menge der versprochenen Fleischbällchen. Was wäre ein Eintopf ohne Fleischbällchen?

Familie Wuchholzki beim Abendessen

Wie macht man eigentlich Fleischbällchen ohne Fleisch? Man macht sie aus Fleisch vom Krachkantikus. Im magischen Bastelschrank isst man kein Fleisch von… Irgendwem. Es könnte ja der Steuerberater sein. Nein, man isst Pflanzen. Ob diese jetzt so einverstanden sind? Ich weiß es nicht. Aber irgendetwas muss man ja essen. Weggeschmissen darf allerdings nichts werden.

In einem verborgenen Tal in den Bastellbergen wachsen riesige Pilze. Die Krachkantikusse. Die schmecken, je nachdem, wie man sie zubereitet, nach Salami, Braten oder Fleischbällchen. Diese Pilze werden geschlagen und zu den Metzgereien der verschiedenen Städte und Länder gebracht. Zum Beispiel auch nach Kreuzwiesenfeld.

Mama Wuchholzki hat gestern noch das Hackfleisch beim Metzger Leckerschnabel geholt. Zum Fleisch kommen Gewürze und noch einige Kleinigkeiten (das Rezept ist leider geheim) und dann werden Bällchen geformt. Bitte scharf anbraten! Damit die Familie auch ein wenig gesundes Gemüse isst, landen sie in einem sehr gemüselastigen Eintopf.

Metzgerei Leckerschnabel

Trotz des guten Essens ist die Stimmung in der Küche heute… Gedrückt? Bedrückt? Geheim? Nur Papa und Mama Wuchholzki sind gut gelaunt. Das Geschäft ging gut und der Papa hat trotz der Süßigkeiten auf der Heimfahrt wie immer einen Bärenhunger. Die Mama freut sich, dass es sich alle schmecken lassen.

Die Kinder schlingen so schnell sie können ihr Essen hinunter. „Fertig!“ Sim lässt seinen Löffel fallen und will schon aufspringen.

„Gemach, Gemach.“ Papa Wuchholzki sieht seinen Sohn an. „Wir springen nicht vom Tisch auf, als wären wir auf der Flucht. Wer hat dich denn erzogen?“

Sim setzt sich wieder und senkt seinen Kopf.

„Oder sind wir auf der Flucht, nur die Mama und ich wissen es nicht?“ Papa sieht freundlich in die Familienrunde.

„Wir… wir wollten nur noch etwas spielen und weil es ja schon spät ist, wollten wir… wollten wir… noch einmal schnell etwas spielen.“ Bim versucht, seinem Bruder zur Hilfe zu kommen.

„Seit wann spielt ihr denn alle wieder zusammen? „Das habt ihr ja schon lange nicht mehr gemacht“, fragt Mama.

Alle vier Kinder sehen nun auf ihre Teller. Keinem fällt etwas ein. Da… „Die Jungs wollen uns heute endlich mitspielen lassen. Es ist so ein geheimes Spiel.“ La blickt richtig stolz in die Runde.

„Woher wusstet ihr denn dann vom geheimen Spiel?“

„Wir haben spioniert“, verkündet Sa.

Die Kinder dürfen noch schnell ihre Teller aufräumen. Als man sie die Treppe hinunter poltern hört, fragen sich die Eltern, ob sie nicht auch ein wenig spionieren sollten.

Die Eltern horchen an der Treppe

Sie öffnen die Tür zum Treppenhaus und spitzen die Ohren. Nichts. Man hört nichts.